„Wir weigern uns, Feinde zu sein“. Ein wunderbarer Spruch. Gelesen habe ich ihn zum ersten Mal im Westjordanland. Ein Weinberg, im Besitz einer palästinensischen Familie. Eigentlich ein schöner Ort auf einem Hügel mit großartiger Aussicht auf das weite Land. Aber das Leben dort ist hart. Rings herum israelische Siedlungen, die der Familie den Besitz streitig machen. Das Wasser ist knapp, die Zufahrt immer wieder unterbrochen. Wein wächst dort schon längst nicht mehr.


Ja, wahrhaftig, es war vollbracht. Man rieb sich die Hände. Die ihn ans Kreuz gebracht hatten – deren Plan war aufgegangen. Er, das große Ärgernis für die selbstgerecht Frommen seiner Zeit – aller Zeiten – er war nicht mehr. Endgültig nicht mehr.

Die Mörder triumphierten. Sie waren letztlich doch Sieger geblieben, dachten sie. Sie hatten sich gegen diesen Mann aus Galiläa und sein Häuflein Anhänger durchgesetzt. Hatten ihn vernichtet. Jetzt hing er am Kreuz, konnte nur noch stammeln, um e...