Trinitatis gehört nicht zu den beliebtesten der kirchlichen Feste.
Und das liegt nicht nur daran, dass es bei uns mitten in die Pfingstferien fällt - in eine Zeit also, die die meisten Menschen auf den Autobahnen, in den Bergen oder am Meer, und die wenigsten in den Kirchen verbringen.
Trinitatis, der Tag der Heiligen Dreifaltigkeit Gottes, macht es uns nicht leicht. Es gibt keine Bilder, keine Geschichten, an die wir uns halten können.
Was an Weihnachten geschah, das lässt sich erzählen: Mit Maria und Josef, dem Kind in der Krippe, den Hirten und schließlich den Königen.
Was an Karfreitag und Ostern geschah, auch davon lässt sich erzählen: Die Gefangennahme, das Kreuz, die Frauen am Grab, die Jünger, die dem Auferstandenen begegnen.
Von Christi Himmelfahrt, ja selbst von Pfingsten, dem Fest des an sich unanschaulichen Heiligen Geistes - selbst davon kann man erzählen. Wie der Geist die ängstlichen Jünger erfasste. Wie er sie hinaus auf die Straße trieb, zu predigen. So zu predigen, dass sie mit dem Evangelium alle Menschen erreichten.
Das sind Bilder, die berühren. Bilder, die geeignet sind, Jahrhunderte zu überspringen und die wir heute immer noch verstehen können.